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Wachregiment "Friedrich Engels"

Das Wachregiment wurde mit Befehl Nr. 99/62 des Minister für Nationale Verteidigung der DDR aufgestellt. Seine Aufgaben bestanden in der Wachgestellung und Durchführung des militärischen Zeremoniells.
Das Regiment war der Stadtkommandantur Berlin unterstellt.
Es war in der Friedrich-Engels-Kaserne am Kupfergraben 1, 1086 Berlin untergebracht. Ebenfalls in dieser Kaserne stationiert war der Standort-Streifendienst der Stadtkommandantur (Tarnname "Heimerziehung").
Den Ehrennamen "Friedrich Engels" bekam das Regiment am 01.03.1970 feierlich verliehen. Es bestand aus sieben Kompanien, davon drei Ehrenkompanien, von den Wachkompanien bestand eine ausschließlich aus Reservisten. Der interne NVA-Tarnname des Regiment lautete "Rosenstrauß".
Da das Regiment dem Stadtkommandanten von Berlin unterstellt war und damit offiziell nicht den Streitkräften angehörte, konnte es so trotz des Vier-Mächte-Abkommens in Berlin stationiert werden.

Die wichtigsten zeremoniellen Aufgaben waren die Gestellung der Ehrenwache am Mahnmal Unter den Linden (Neue Wache) und der Große Wachaufzug, der an jedem Mittwoch stattfand und immer ein ziemliches Spektakel war. Des weiteren wurden die Ehrenkompanien als Ehrenformationen zur Begrüßung von Staatsgästen der DDR eingesetzt. Großer Zapfenstreich, sonstige Ehrenwachen, Ehrenkompanien bei Bestattungen von hochrangigen Persönlichkeiten und bei Kranzniederlegungen rundeten dieses Bild ab.
Die Soldaten des Wachregiments "Friedrich Engels" waren in der Regel Wehrpflichtige, d.h. nach 18 Monaten war die Zeit rum. Das erwähne ich deshalb, weil es da immer wieder Verwechslungen mit dem anderen Wachregiment in Berlin gibt.
Die Bewaffnung für Repräsentationsaufgaben war das SKS-Gewehr - in der NVA unter dem Namen "Karabiner S" geführt. Jeder Soldat der Ehrenkompanien hatte einen Übungs- und einen Auftrittskarabiner.
Die Ehrenwache Unter den Linden war mit eigenen Karabinern ausgerüstet, bei diesen war Schloss und Bajonett verchromt.

 

Hinweis:
Da ich viele der Bilder zugeschickt bekomme und die Urheberrechte oft nicht klar sind, bitte ich bei möglichen Verletzungen dieser Rechte, mich per E-Mail darauf hinzuweisen. Die betroffenen Bilder werden dann sofort mit einem Copyright-Vermerk versehen oder auf Wunsch von der Webseite entfernt.

 

 

 
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