Exercise Watch: Nächstes Jahr 1.700 Bundeswehrsoldaten in den NATO-Osten

Hagenow

Die Bundeswehr will im kommenden Jahr 1.700 Soldaten zu Übungen nach Polen ins Baltikum schicken – als Teil der von der NATO beschlossenen stärkeren Präsenz in den östlichen Mitgliedsländern des Bündnisses. Das teilte der Chef der lettischen Streitkräfte, Generalleutnant Raimonds Graube, nach Medienberichten in Lettland unter Berufung auf deutsche Angaben mit:

Germany has just confirmed that some 200 German soldiers might arrive in Latvia for training exercises next year, told Latvian Chief of Defence Lieutenant General Raimonds Graube, adding that Germany intends to send 800 troops to the Baltic states and some 1,700 soldiers to the Baltics and Poland in total. weiterlesen

Abschuss von MH17: Privatermittler loben 30 Mio $ aus

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Die Hintergründe des Abschusses der Passagiermaschine von Malaysia Airlines am 17. Juli über der Ost-Ukraine sind angesichts der Kämpfe in der Region und der politischen Probleme schwierig genug aufzuklären – jetzt kommt zu der unübersichtlichen Lage auch noch eine private Detektei hinzu: Die deutsche Ermittlungsfirma Wifka Kapitaldienstleistungen hat 30 Millionen US-Dollar ausgelobt für Hinweise, die belegen können, wer hinter der Tat steckt. Der oder die Auftraggeber dieser Ermittlung werden nicht genannt. weiterlesen

Waffen für Kurdistan: 6 Fallschirmjäger, 1 Sanitäter nächste Woche in den Irak

Rekruten bei der Bundeswehr | Recruits at the Bundeswehr

Bereits in der kommenden Woche reisen sechs Fallschirmjäger der Bundeswehr und ein Sanitäter in den Nordirak, um sich auf die Einweisung kurdischer Kämpfer an von Deutschland gelieferten Waffen vorzubereiten. Die Lieferung eines umfangreichen Ausrüstungspakets mit Sturmgewehren G3 und Maschinengewehren MG3 nach Erbil im Nordirak ist ebenfalls für die kommende Woche vorgesehen. Die Soldaten, die vor allem aus dem Fallschirmjägerbataillon 261 in Lebach kommen, sollen in den nächsten Wochen von anderen Trupps abgelöst werden, die ebenfalls aus sechs Fallschirmjägern und einem Sanitäter bestehen.

Die Mitteilung des Heeres:

Am 19. September 2014 werden gegen 08:00 Uhr sieben Soldaten der Luftlandebrigade 26 vom NATO-Flugplatz Hohn bei Rendsburg in den Nordirak fliegen. Dort werden die deutschen Soldaten kurdische Ausbilder in Waffen und Gerät einweisen. weiterlesen

US-Bodentruppen gegen ISIS im Irak? Hm, vielleicht.

Hagel, Dempsey Testify Before Senate

Es war der Knaller der Senatsanhörung von US-Verteidigungsminister Chuck Hagel und Stabschef General Martin E. Dempsey  am (gestrigen) Dienstag in Washington: Entgegen den bisherigen Aussagen von Präsident Barack Obama scheint sich das Militär darauf einzustellen, dass für den Kampf gegen die islamistischen ISIS-Terrorgruppen im Nordirak doch der Einsatz von US-Bodentruppen nötig sein könnte. Bislang haben sich die USA auf Luftangriffe gegen erkannte ISIS-Ziele beschränkt.

Die Kernaussage von Dempsey, wie die New York Times sie notiert hat:

“My view at this point is that this coalition is the appropriate way forward. I believe that will prove true,” General Dempsey said. “But if it fails to be true, and if there are threats to the United States, then I, of course, would go back to the president and make a recommendation that may include the use of U.S. military ground forces.” weiterlesen

Abkühlungsphase ohne Kommentare: Kurzes Zwischenfazit

Auf meine Entscheidung vom vergangenen Montag, hier bei Augen geradeaus! die Kommentarfunktion für eine Weile abzuschalten, habe ich per E-Mail und auf Facebook zahlreiche Reaktionen erhalten. Die meisten waren, für mich erfreulich, durchaus positiv: Offensichtlich hat die ungute, weil zerfasendernde und von Ich-will-aber sagen-Äußerungen geprägte Entwicklung der Debatte in jüngster Zeit tatsächlich etliche Leser abgeschreckt.

Natürlich gab es auch etliche kritische Stimmen – von der Aussage Augen geradeaus! ohne Kommentare ist wie ein Karton ohne Inhalt (was mich angesichts meiner Bemühungen, hier journalistische Inhalte einzustellen, schon ein wenig schmerzt) bis zu der Kritik, dass damit 40 Prozent der Lesefreude weg seien.

Ich habe das ungefähr so erwartet, mein Zwischenfazit: Es war nötig, diese Abkühlungsphase einzulegen.

Ich werde das noch ein paar Tage so fortführen – nicht zuletzt deshalb, weil ich für den Rest der Woche viel unterwegs bin und weder technisch noch zeitlich die Möglichkeit habe, die Kommentare so zu beobachten und ggf. zu moderieren, wie es vielleicht nötig ist. Aber die Kommentarfunktion wird wiederkommen.

 

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