Somalia: Black Hawk Down, Diplo Style?

Auch wenn Somalia nach wie vor ein von bürgerkriegsähnlichen Kämpfen zerrissenes Land ist: Die internationale Gemeinschaft, so schien es in jüngster Zeit, war entschlossen, in dem seit Jahrzenten umkämpften failed state am Horn von Afrika mitzuhelfen, daraus wieder ein funktionierendes Staatsgebilde zu machen. Anfang April hatte auch der Bundestag beschlossen, die EU-Trainingsmission für die somalischen Streitkräfte wieder mit deutschen Soldaten zu unterstützen – mit Ausbildung in der somalischen Hauptstadt Mogadischu selbst.

Doch die anhaltende Auseinandersetzung mit den islamistischen Al-Shabaab-Milizen und vor allem zielgerichtete Anschläge auf UN-Mitarbeiter wie auf somalische Politiker und Journalisten in der vergangenen Tagen scheinen bei der internationalen Gemeinschaft zu einem Umdenken zu führen. So sehr, dass der ranghöchste UN-Vertreter in Somalia offen die Möglichkeit eines Abzugs der internationalen Diplomaten erörtert: weiterlesen

Kein Krieg der Delfine: InfoWar Ukraine

Die PR-Departments etlicher Staaten machen derzeit offensichtlich Überstunden – fast schon entkoppelt von den realen Geschehnissen in der Ukraine tobt ein Info-War, eine Propagandaschlacht. Zwischen Russland auf der einen und dem – gar nicht so einheitlichen – Westen auf der anderen Seite. (Es mag meiner westlichen Sozialisation geschuldet sein, dass mir die PR-Bemühungen des Westens immer noch überprüfbarer vorkommen als die der russischen Seite…)

Ein sehr hübsches Beispiel dafür ist der Krieg der Delfine im Schwarzen Meer – der findet nämlich nicht statt. Zwar hatte die russische Zeitung Iswestija davon berichtet, was unter anderem von der Agentur RIA Nowosti aufgegriffen wurde:

US military-trained dolphins and sea lions will participate in upcoming NATO military exercises in the Black Sea, the Russian Izvestiya newspaper reported Monday. weiterlesen

Blogtreffen in Berlin. Am Freitag!

Jetzt rückt der Termin auf einmal ganz schnell heran: Am kommenden Freitag, 25. April, findet das Blogtreffen der Leser/innen von Augen geradeaus! statt. Um 14 Uhr, wie angekündigt, im Gästehaus des Katholischen Militärbischofs in Berlin.

Da die Frage nach der Bestätigung der Anmeldungen wiederholt kam: Relax. Alle, die sich bis jetzt (22. April 10.00 Uhr) per E-Mail an die Adresse blogtreffen2014@augengeradeaus.net angemeldet haben, können und sollen dabei sein – und ein paar Restplätze sind auch noch frei. Für Kurzentschlossene.

(Damit verbunden auch wieder die Bitte an diejenigen, die trotz Anmeldung kurzfristig absagen müssen: Bitte tut auch das per E-Mail an die genannte Adresse – das erleichtert die Planung.)

Und in den vergangenen Tagen ist mir aufgefallen, dass wir am Freitag mal über eines reden müssten: Über die Kommentar-Kultur hier im Blog. Gerade die Ukraine-Krise hat zu einigen sehr unschönen Äußerungen geführt und die Kontroverse auch unter den Lesern emotional aufgeheizt. Wie gehe ich als Admin, wie gehen meine Leser damit um? Das Gespräch darüber wäre mir ein Anliegen.

Ansonsten freue ich mich auf alle am Freitag.

Alles russische Agenten. Wie im Kalten Krieg?

Ich bin, schon vom Alter her, ein Kind des Kalten Krieges, sozialisiert und aufgewachsen in einer Zeit der Blockkonfrontation. Deshalb erinnert mich die Warnung, die ich heute in der Welt* lese (und die von fast allen anderen Online-Medien aufgegriffen wurde), an die damaligen Zeiten:

Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt, dass der russische Auslandsgeheimdienst in Berlin verstärkt um Referenten und Mitarbeiter deutscher Politiker wirbt. Die Zielpersonen reagieren oft naiv.

Nun gehe ich davon aus, dass der Verfassungsschutz mit guten Gründen mit dieser Warnung via Welt an die Öffentlichkeit geht, und ich kann nur vermuten, dass dem auch entsprechende Erkenntnisse zu Grunde liegen. Allerdings lässt mich der Bericht aus zwei Gründen ein wenig frösteln. weiterlesen

Lagebeobachtung Ukraine – Ostern

Ukraine_MoD_Truppe

Nach der Einigung von Russland, Ukraine, USA und EU am (gestrigen) Donnerstag in Genf bleibt jetzt die gespannte Erwartung, wie sich die Vereinbarung zur Lage in der Ukraine selbst auf die konkrete Sitution vor allem im Osten auswirkt. Allerdings haben am Karfreitag bereits bewaffnete pro-russische Gruppierungen erklärt, dass sie sich an die Übereinkunft nicht gebunden fühlen:

Armed pro-Russian separatists in eastern Ukraine said on Friday they were not bound by an international deal ordering them to disarm and were looking for more assurances about their security before leaving the public buildings they are holding. weiterlesen

weiter »