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wachregiment "Friedrich Engels" - Bilder und mehr

 

 
 
Geschichte(n)

Zuschrift:
In den 60er Jahren wurden beim Anmarsch gern alte, preußisch-deutsche Märsche gespielt.
Beim Passieren der Unterführung des Bahnhof Friedrichstrasse, wurde z.B. der "Laridah-Marsch"(Hempel) intoniert. Kurz vor dem Abbiegen in die Linden, habe ich den "Regimentsgruss"(Steinbeck) gehört. Mir fallen noch so ein, der "Revue-Marsch"(Reckling), der "Pepita-Marsch"(Pfeifke) und der k.u.k.-Marsch "Castaldo". Ist ja auch schon sehr lange her. Dazwischen liegen auch noch 20 Jahre aktive Dienstzeit in der NVA - darf man wohl schon mal etwas vergessen.
Übrigens wirft Günter Bodenstein auf einem Foto seinen Tambourstab in die Luft. Das hat Gerhard Kienow seinerzeit auch 'mal kurz ab und an getan.
Schließlich kam er ja aus der deutschen Luftwaffe und da (und nur da) war dieses Schaustück üblich.
Beim Heer war es lt. Vorschrift nicht vorgesehen und wurde auch nicht prakiziert.
gs

Zuschrift:
Es war am Ende eines Wachaufzuges, Mitte der 60er Jahre. Damals stand das Regiment noch in Strausberg und die Ehrenformation wurde mit Bussen und LKW nach Berlin und zurück transportiert.
Die Fahzeuge parkten dann in der Universitätsstrasse. Dorthin marschierten Musik und Kompanie nach dem Zeremoniell, es wurde sofort die Auswertung durch den Kommandeur vorgenommen und danch - Aufsitzen und Rückmarsch nach Strausberg.
An jenem besagten Mittwoch waren wohl zwei nicht korrekt eingewiesene Volkspolizisten mit der Absperrung der Universitätsstrasse betraut.
Als der Spielmannszug von den Linden, nach rechts in die Universitätsstrasse schwenken wollte, war die ansonsten freie linke Fahrbahn durch haltende Pkw versperrt.
Unbeirrt steuerte Stfw. Gerhard Kienow zwischen PKW und Bussen hindurch. Im Vorbeimarschieren ließ er dann allerdings eine Schimpfkanonade auf den verdutzt dreinschauenden Volkspolizisten los, das man Angst haben musste, er bleibe dabei weg.
gs

Zuschrift:
"Von März bis September 1987 war ich im Objekt Friedrichfelde-Ost stationiert. Als Angehöriger des NVA-Arbeitsstabes arbeitete ich an der Sicherstellung der Großveranstaltungen anässlich der 750-Jahrfeier Berlins mit. U.a. waren auch die Musiker der Musikkorps für das historische Miltärkonzert zeitweilig im Objekt untergebracht. Der erste Appell der vereinten Musikkorps stand an und der Spielmannszug marschierte mit klingendem Spiel zum Antreteplatz. Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen - sie spielten den Marsch "Alte Kameraden". Nicht das mir der Marsch nicht gefallen hat, gehörte er doch meines Wissens nicht zum offiziellen Repertoire eines NVA-Musikkorps. Als ich tags darauf Günter Bodenstein, mit einem Augenzwinkern, danach fragte, entgegnete er, ebenfalls mit leichtem Augenzwinkern - Da musst Du Dich verhört haben.."
gs

Zuschrift:
Hallo, ich wohne in England und ich habe Ihre Webseite entdeckt. Herzlichen Glückwunsch, ich fand sie sehr interessant.Im Februar 1990 besuchte ich das Dynamo Sportforum, HoChiMin Str. Ost Berlin. Ich machte eine Stadtbesichtigung und machte eine Aufnahme von der Neuen Wache. Ich sende Ihnen das Photo von mir und dem Soldat. Es wäre interessant wenn Sie der Soldat nennen könten?
Ich sende Ihnen ein anderes Photo. Vielleicht kennen Sie diese  Soldaten??

Ich hoffe, Sie finden die Photos interessant. Mit besten, freundlichen Grüssen.
Bill Dutton, England 

Falls diese Soldaten sich erkennen und mit Bill Kontakt aufnehmen möchten, dann schickt mir eine Nachricht.
Der Webmaster

Zuschrift:
Ich habe vom Mai 1978 bis Oktober 1979 im Wachregiment FE gedient, zunächst in der 6.Kompanie, nach acht Wochen wurde ich dann in die 2.Kompanie umgesetzt.
Das letzte halbe Jahr war ich dann in der Küche und von dort hätte ich zwei Episoden zu erzählen:
"Es war im Sommer 1979 an einem Samstagvormittag und es sollte Rippchen geben. Wir haben die Alu-Kübel aus dem Kühlhaus geholt und wollten das Fleisch in der Küche in portionsgroße Stücke zerteilen.
Beim Herausnehmen des Fleisches aus den Behältern fanden wir dann so weiße Tierchen (Fleischmaden).
Der Verpflegungsoffizier, damals Major Lehmann wurde verständigt und kam dann auch in die Kaserne. Nach kurzem Hin und Her und nach Absprache mit Fähnrich Löschmann sagte dieser nur zwei Worte, die ich bis heute nicht vergessen habe: Abwaschen! Braten!
Seit diesem Tag ist das Thema Rippchen bei mir durch, ich kann da einfach nichtmehr dran und muß mich immer an diese Aktion erinnern.

Die andere Geschichte ist auch nicht sehr appetitlich: im über der Küche befindlichen Kompaniebereich der 6.Kompanie war im Toilettenbereich eine Verstopfung und als wir früh in die Küche kamen hatte sich an der Decke ein Rohr gelöst und die gesamten Abwässer schwammen in der Küche.
Gekocht werden musste trotzdem - während wir also auf Gemüsekisten standen und die tote Oma zusammenrührten, mussten unten die Knasties vom Regimentsknast den Fußboden reinigen und desinfizieren."viele Grüße aus Erfurt
von EK 79/2
kds

Zuschrift:
"Während der Arbeiterfestspiele im Juni 1971 im Bezirk Leipzig wurde von den Musikkorps der NVA und dem Spielmannszug in mehreren Orten, auch im Zentralstadion, eine Musikparade aufgeführt. Diese Musikparade wurde vom Armeefilmstudio aufgezeichnet. Als Vorspann dieses Films wurde der Wachaufzug aufgenommen. Kurioserweise sollte er unmittelbar vor dem Brandenburger Tor beginnen. Dafür haben wir extra Aufnahmen auf dem Pariser Platz gemacht. Im Film wurde er dann entsprechend des realen Ablaufes eingeblendet. Aufgenommen wurde er u.a. vom Dach des Zeughauses. Der Witz dabei ist, dass er erstmals ohne Tambourmajor stattfand. Der bei uns dafür Zuständige hatte genau an diesem Tag den Tambourstab vergessen, und selbst die Weißen Mäuse schafften es nicht mehr, ihn aus Friedrichsfelde zu holen. So marschierten wir erstmals mit einem Dirigenten, unserem Chef Obersleutnant Kurt Rauer an der Spitze die Linden entlang. Es sollte nämlich unser alter Tambourmajor Gerhard Kienow (auf einem der älteren Bilder zu sehen und quasi der "Erfinder" des Wachaufzuges der Neuzeit, den er schon im Dritten Reich absolvierte) die letzten Meter ab der Universitätsstrasse übernehemen, der aber aus gesundheitlichen Gründen den langen Marsch nicht mehr machen konnte, wartete er dort, leider vergebens, da kein Stab da war. Der damalige Tambourmajor war Feldwebel Dieter Schotte , der natürlich die Verantwortung für die
se Panne zu tragen hatte. Die Aufnahme war lustig. Wir konnten den Film einmal in Biesdorf beim Armeefilmstudio sehen. Leider ist es mir bis heute nicht gelungen, diesen Film aufzutreiben - Titel "Musikparade". Letztmalig wurde sie aufgeführt, als in Frankfurt/O das Stadion eingeweiht wurde und der FC Vorwärts von Berlin nach Frankfurt umzog. Die letzten Aufnahmen wurden in Finkenherd gemacht. Wir waren nämlich im Original als Fallschirmjäger verkleidet, was den Kommandierenden natürlich störte, so mussten alls entspr. Szenen herausgeschnitten und neu aufgenommen werden, mit unserer Normaluniform."
bn

Zuschrift:
"Für mich waren die 2 Jahre als Freiwilliger der Jahre 61/62 eine irre Zeit (13.August, Kuba- Krise), Grundausbildung in Brandenburg,dann nach Eggersdorf zum Wachregiment in die Ehrenkompanie. (Ehrenkompanien die 10. und 11. Kompanie ) Anfang 62 Umzug der beiden Kompanien nach Berlin - Biesdorf. Unterkunft eine Zeit lang mit Teilen des EW Ensembles geteilt. Bis zu meinem Ausscheiden Dez. 62 teilten die beiden Kompanien (10./11.)sich die Wachaufzüge und Ehrenwachen sowie alle anderen Auftritte (Zapfenstreich,Staatempfänge Ostbahnhof und Schönefeld usw). Natürlich wurden auch alle anderen Wachen mit gestanden. Durch Ihre Seite im Internet kamen wieder Erinnerungen die ich schon verdrängt hatte.Taktikfeste in Neu Zittau, Kneipengänge in der Friedrichstrasse, Ringelpiez im Treptow-Casino. Aber auch an Wachen, die Idiotenrennbahnen waren. Beim Lesen der Einträge ist mir nur noch Ultn. Otto als Zugführer 1.Zug in Erinnerung, Batallioner war Hptm.Köhler, Komp.Chef 11. war Hptm.Stolz, Stabchef Major Pagel."
pj

 

 

 
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