Neben den Präsentationsaufgaben hatte das Wachregiment Friedrich Engels naturgemäß auch noch umfangreiche "normale" Wachaufgaben.
Die Kompanien 1 (Reservisten), 2, und 3 waren grundsätzlich für diesen Wachdienst vorgesehen. Die Ehrenkompanien 4, 5 und 6 wurden auch überwiegend für diese Wachen eingesetzt.
Ein Wachdienst dauerte in der Regel 24 Stunden, es gab aber auch zahlreiche 48-Stunden-Wachen, in Ausnahmefällen dauerte die Wache sogar 72 Stunden. Zur einer Wache gehörten die Posten, ein Aufführender sowie ein Wachoffizier.
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Der Wachdienst begann am Vormittag mit der Vorbereitung Bekleidung/Ausrüstung, danach B/A-Apell. Nach dem Waffen- und Munitionsempfang wurden die Magazine aufmunitioniert (60 Schuss für die Kalaschnikow). Auf dem Kasernenhof wurden die Wachen mit einer recht altertümlich wirkenden Zeremonie vergattert. Mit der Vergatterung werden die Armeeangehörigen zeitweilig aus dem bestehenden Vorgesetztenverhältnis gelöst und unterstehen für die Wachdauer einem besonderm Regime. Bis zur Ablösung waren die Wachsoldaten dann nur noch den Wachvorgesetzten und dem OvD unterstellt. Nach der Vergatterung gab es dann noch einen Vorbeimarsch am neuen OvD. Dann wurde auf die LKW's aufgesessen und es ging zu den einzelnen Wachlokalen. Dort wurde die alte Wache förmlich abgelöst. |
Der Wachdienst gestaltete sich recht eintönig im Rhytmus 2 Std. Wache/2 Std. Ruhe/2 Std. Bereitschaft. Aufgrund der Eintönigkeit und auch der Hygiene in den Wachlokalen hielt sich Beliebtheit der Wachen arg in Grenzen, gleichwohl es hier drastische Unterschiede gab.

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